swisspep

EPA in einer Facharztpraxis

Frage: Ich führe EPA in meiner Facharztpraxis (Kardiologie) durch und habe nun Patienten-Fragebogen 'für Hausärzte' erhalten. Ich dachte, es gäbe spezielle Fragebogen für Fachärzte?

Antwort

  • Nur Psychiater & Pädiater erhalten einen fachspezifischen Patienten-Fragebogen. Für alle übrigen Fachärzte gebrauchen wir (zur Zeit - 2/2008) das gleiche Instrument wie für Hausärzte (EUROPEP). Auf dem EUROPEP-Fragebogen gibt der Patient jedoch an, welchen Arzt er beurteilt. Swisspep zählt dann nur jene Beurteilungen, welche die evaluierte Praxis betreffen. Somit ist sichergestellt, dass - wenn Pat. einen anderen Arzt als 'Hausarzt' betrachten - dessen Wertungen nicht falsch angerechnet werden.
  • Konsequenz für alle übrigen Fachärzte: Patienten, welche 'nur' konsiliarisch gesehen werden wird ggf. KEINEN Fragebogen abgeben (oder eben nur an jene Patienten, die die zur Diskussion stehende Praxis auch beurteilen können).
  • Konsilliarärzte (definiert als Praxis mit e50% zugewiesenen Patienten) werden im Rahmen von EPA zusätzlich von 15 häufig zuweisenden Kollegen mitbeurteilt. Diese Konsilliarärzte erhalten zu diesem Zweck 15 Exemplare eines sog.  'Zuweiser-Fragebogens' (inkl. Begleitbriefe und Geschäftsantwortcouverts an Swisspep) zur Weiterleitung an die 15 häufigsten Zuweiser.


Nicht an EPA teilnehmende Ärzte in Gemeinschaftspraxen

Frage: Eine Teilzeitkollegin in unser Gemeinschaftpraxis will nicht an EPA teilnehmen (sie gehört auch nicht unserem Netzwerk an). Wie sollen wir nun die EUROPEP-Patientenbefragung in unser Praxis durchführen?

Antwort

  • Diese Aerztin gehört zum Team und soll daher motiviert werden einen EPA-Arzt- (=GPI-)Fragebogen auszufüllen und auch an der Teamfeedbacksitzung anlässlich der Praxisvisitation teilzunehmen. Den Fragebogen für den hauptverantwortlichen Ârzt (=GPM) füllt ein regulär teilnehmender Arzt aus.
  • Patientenbefragungen: Bitte ca. 60 Fragebogen an Patienten des regulär teilnehmenden und ca. 20 an Patienten der nicht teilnehmenden Ärztin abgeben. Begründung: EPA kann ja ggf. zur Praxiszertifizierung dienen und Swisspep erachtet es daher als kaum vertretbar, Praxen zu zertifizieren, ohne dass sich gerade auch Teilzeitärzte einer Beurteilung durch ihre Patienten im Rahmen eines Praxis-Audits 'stellen'. Die Patienten geben ja bekanntlich auf den Fragebogen an, welchen Arzt Sie beurteilen. Damit kann Swisspep die Beurteilungen (meistens) eindeutig zuordnen. Alle Patienten-Beurteilungen - auch jene der nicht offiziell teilnehmenden Ärzte - fliessen somit in die Praxisbeurteilung (in visotool) ein. Allerdings erhalten diese KollegInnen kein individuelles Auswertungsdossier ihrer Patientenbefragung, da den Netzwerken die daraus entstehenden zusätzlichen Kosten nicht zugemutet werden können. (Zusatz-Auswertungen werden in diesen Fällen nur dann auf sep. Bestellung geliefert, wenn mindestens >30 Patientenbewertungen für den betreffenden Arzt eintreffen und wenn für das zusätzliche Dossier sep. Rechnung gestellt werden kann) Jeder regulär teilnehmende Arzt erhält ein individuelles Auswertungsdossier seiner Patientenbefragung.

 

Mecon (ARPAZ) statt EUROPEP-Patientenbefragung